StartGeschichte der Loge Geschichte der Münchener LogenGalerieEuropahymneEmpf.

16. Jh.

Es besteht eine Bauhütte (die Maurer von der Au) der operativen

Maurerei in München.


29. April 1729

Ein mit einem amtlichen Siegel versehenes Dokument, ausgestellt vom Landgericht ob der Au, womit gleichzeitig auch die vorgelegte Satzung genehmigt wurde, bestätigt dies. Diese Bauhütte besteht als Verein heute noch.


1744

Eine irreguläre Loge, die sich in der Gastwirtschaft Zur Sonne des Wirtes Pögner im Tal versammelt und von Weishaupt die Pögnersche Loge bezeichnet wird, dürfte der Ausgangspunkt der Münchner Freimaurerei sein.

 

1751

Hinweise auf eine französische Loge in München (Loge de l´Union et de l´Amitié), eine Fortsetzung des Ordens der freimaurerischen Ritterschaft vom flammenden Stern im Osten, Mitglieder vorwiegend Franzosen, 1768 bereits eingegangen.


1768 - 1785

Maximilianische vollkommene Einigkeit zur goldenen Sonne geht aus der Pögnerschen Loge hervor.


1773

treten wegen der Unverträglichkeit des Wirtes Pögner mehrere Brüder aus der irregulären Pögnerschen Loge aus, darunter der spätere Kultusminister Graf Morawitzky, und gründen 1775 eine eigene Loge. Sie gehört der Strikten Observanz an und heißt Loge Zur Behutsamkeit. In ihr wird Adam Weishaupt aufgenommen. Ihre Mitglieder wirken in den obersten politischen Kreisen mit. Die Loge geht später in der Strikten Observanz auf.Sie stellt 1783 ihre Arbeit. ein.


1774

Eine weitere Abspaltung der Pögnerschen Loge unter dem Kurfürstlichen Kammerdiener Kaspar Radl führt zur Gründung der Winkelloge Zum guten Rat. In dieser Loge sammelt sich die Elite des bayerischen Adels und Beamtentums (Prielmayer, Montgelas, Törring-Seefeld u.v.a.) .


1777

Die Pögnersche Loge erhält von der Mutterloge Die Wachsende zu den drei Schlüsseln (Regensburg) ein Patent, Anton Graf von Törring zu Seefeld wird als Meister vom Stuhl genannt. Sie führt den Namen Maximilianische Einigkeit zur goldenen Sonne.


1779

Patentierung der Loge Zum guten Rat durch die Loge Royal York in Berlin, jetzt unter dem Namen St. Théodore du bon conseil (St. Theodor vom guten Rat). Meister vom Stuhl ist der Arzt und Professor F. M. Baader, die Loge zählt 1783 ca. 135 Mitglieder.


1781

Die Loge St. Théodore du bon conseil erhält von Royal York Direktoralrecht für Bayern, Italien und die Schweiz, d.h. das Recht, neue Logen zu gründen. Solche entstehen in Burghausen, Griesbach, Freising und Eichstätt. Die Loge St. Théodore du bon conseil besitzt in München ein eigenes Haus mit einem Naturalienkabinett und einen botanischen Garten.


1782

Sankt Theodor zum guten Rat trennt sich von ihrer Mutterloge Royal York de l´amitié in Berlin und ordnet sich dem Illuminaten-Orden unter.


22. Juni 1784

Verbot des Illuminatenordens und der Freimaurerlogen ("mit Verrufung in der ganzen Stadt durch Trompetenschall") durch das Edikt des Kurfürsten Karl Theodor (1785 wiederholt), dem in den Jahren vorher das Logenleben in München seinen stärksten Aufschwung verdankte. Erst als nach den napoleonischen Kriegen Länder mit protestantischer Mehrheit zu Bayern fallen, kommt es in Franken wieder zur Gründung von Logen.


Ab März 1785

Unerhörter Terror gegen die Freimaurer. Verdächtige werden nachts aus den Betten geholt, verhört, gefoltert und des Landes verwiesen. Ausgenommen davon war der Adel.


1785 bis 1794

Weitere acht Edikte gegen die Freimaurerei. Ein Zeichen, dass noch immer Zusammenkünfte der Logenmitglieder bestehen.


29. Januar 1808

Es vollzieht sich ein gewisser Wandel in der bayerischen Politik gegenüber den Freimaurern. König Max I. Joseph gestattet in den neu zu Bayern gekommenen fränkischen Gebieten das Fortbestehen der dort vorhandenen Freimaurerlogen.


17. Februar 1809

Das Ministerium des Grafen Montgelas erlässt eine Verordnung, die Geistlichen, Schullehrern und Ruhestandsbeamten die Zugehörigkeit zu Freimaurerlogen verbietet.


26. Februar 1850

Das bayerische Vereinsgesetz gewährt den Logen in ganz Bayern volle Entfaltungsmöglichkeit.


18. April 1873

Gründungsprotokoll der Loge Zur Kette.


17. Mai 1896

Gründung der Loge In Treue fest unter dem Schutz der Loge Zur Beständigkeit in Berlin als Tochterloge der Großen Landesloge der Freimaurer in Deutschland.


23. März 1902

Die Mutterloge des Eklektischen Bundes in Frankfurt stiftet die dritte Münchner Loge Zum aufgehenden Licht an der Isar.


7. März 1903

Erste gemeinsame Besprechung der drei Münchner Stuhlmeister. Übereinkunft in allen allgemeinen maurerischen Angelegenheiten nichts ohne gegenseitige Verständigung zu unternehmen; der Übertritt eines Bruders von einer Loge in die andere solle nicht gestattet sein.


1912

Die Großloge von Hamburg stiftet in München das Kränzchen Constantia vom Fels zum Meer, es wird kurz darauf in eine Loge umgewandelt.


Frühjahr 1914

Die Großloge von Sachsen gründet in München als fünfte Bauhütte die Loge Mozart.


Erster Weltkrieg

Die Loge Zur Kette im Verein mit der Loge Zum aufgehenden Licht an der Isar stellt dem Reserve-Lazarett B eine Röntgen-Einrichtung zur Verfügung, und die Schwestern der Münchner Logen helfen tapfer mit, den Notleidenden im Lande die Härte der Zeit erträglich zu machen.


14. März 1915

Brüder der Loge Zum aufgehenden Licht an der Isar unter der Hammerführung von Bruder Ohr rufen in St. Quentin die Feldloge Zum aufgehenden Licht an der Somme ins Leben, die bis zur Räumung St. Quentins arbeitet.


5. November 1915

Die Große Landesloge der Freimaurer von Deutschland in Berlin gründet die sechste Münchner Loge Sturmfried, deren erster Logenmeister der Versicherungsdirektor Dr. Conrad Müller wird.


1918

Nach dem Waffenstillstand versucht der Großmeister der Großloge Zur Sonne in Bayreuth, Dr. August Paret (Zur Kette) durch einen Funkspruch die Freimaurer der Welt auf die Notlage der deutschen Bevölkerung aufmerksam zu machen. Dieser Aufruf verläuft ergebnislos.


21. Dezember 1918

Die Münchner Logen veranstalten im Konzertsaal des Hotels "Bayerischer Hof" erstmalig eine öffentliche Kundgebung. Der Redner, Bruder August Horneffer, sprach über "Deutsche Freimaurerei" zu einem ausgewählten Publikum von Nichtfreimaurern.


5. Dezember 1920

Öffentliche Veranstaltung, in der wiederum Bruder August Horneffer über die "Ideale der Freimaurerei" spricht.


26. November 1920

Die Große National-Mutterloge Zu den drei Weltkugeln stiftet in München die siebente Bauhütte, die Loge Empor.


1920/1921

München ist Brennpunkt starker nationaler Bestrebungen unter den Freimaurern innerhalb der Großloge von Preußen, genannt Zur Freundschaft.


6. Dezember 1921

In der Loge Zum aufgehenden Licht an der Isar kommt es nach langen Auseinandersetzungen über die religiösen und nationalen Aufgaben der Loge (humanitär oder christlich) zu einer Sezession, die zur Gründung der achten Loge Freundschaft im Hochland unter dem Schutze der Großen Landesloge der

Freimaurer von Deutschland führte.


1922

Sezession in der Loge Constantia vom Fels zum Meer der Großloge von Hamburg. Damit bekommt München die neunte Loge, Deutsche Wacht im Süden, die sich 1924 der Großen National-Mutterloge Zu den drei Weltkugeln in Berlin anschließt. Aber trotz aller Sezessionsversuche bleibt die humanitäre Richtung in München vorherrschend.


1924

Gründung der Loge Deutsche Wacht im Süden durch die GNM 3 WK.


1932

Es bestehen in München folgende Logen:

    1. Zur Kette (220 Brüder)

    2. Empor! (50 Brüder)

    3. Deutsche Wacht im Süden (30 Brüder)

    4. In Treue fest (100 Brüder)

    5. Sturmfried (130 Brüder)

    6. Freundschaft im Hochland (50 Brüder)

    7. Mozart (50 Brüder)

    8. Zum aufgehenden Licht an der Isar (80 Brüder)

    9. Constantia vom Fels zum Meer (50 Brüder)

    10. Wieland (50 Brüder)

1933

Einschläferung aller 10 Münchner Freimaurerlogen mit 810 Brüdern.