Dienstag 16.09.2008 Bruderabend mit Schwestern
Redner: Br. Abayomi Bankole
Thema: „Afrika: Migration? Ja! Wie geht das?“
Liebe Schwestern, Ehrwürdige Meister, meine Lieben Brüder Alle
ADV-Nord e.V. Der Afrikanische Dachverband Norddeutschland hat sich am 15. Juli 2007 neu gegründet. Er ist bereits im Vereinsregister als e. V. eingetragen.Der Verband hat bereits 13 Mitgliedsvereine, in denen insgesamt ca. 320 Personen organisiert sind. Er will Afrika in Norddeutschland, besonders in Hannover, eine politische Stimme verleihen.
Der Verband ist Anlaufpunkt sowohl für die Stadt Hannover als auch für die verschiedenen afrikanischen Vereine, die es in der Stadt gibt. Er sieht sich also als Bindeglied zwischen der Stadt und ihren afrikanischen Mitbürgerinnen und Mitbürgern.
Wir setzen uns für die Belange von afrikanischen Mitbürgerinnen und Mitbürgern ein und machen an unterschiedlichsten Stellen deutlich, dass die im Ausland (Afrika) erworbenen Qualifikationen hier in angemessener Form Anerkennung finden sollten.
Eine wichtige Aufgabe ist die Integrationsförderung. Diese soll erreicht werden durch den Aufbau von Toleranz und Akzeptanz zwischen den verschiedenen Kulturen. Kulturelle Aufklärung findet in Form von Projekten u.a. durch Infoveranstaltungen statt. Die Projekte helfen den Menschen, einander besser kennen zulernen.
Ziel ist, die vorhandenen, wenngleich nicht immer sichtbaren Barrieren zwischen den Menschen in Form von Skepsis, Zurückhaltung, Ablehnung bis hin zu offenem rassistischen Verhalten abzubauen, denn was man kennt, toleriert und akzeptiert man, erkennt man schließlich an.
In der kurzen Zeit seiner Existenz, haben hierzu schon einige Veranstaltungen stattgefunden. So hat der Verband an der Woche des „Fairen Handels“ teilgenommen.
Größte Resonanz und Aufmerksamkeit fand ein Projekt vom 12. bis 17.11.2007 im Bürgersaal des Rathauses statt. Die Ausstellung „AfrikArt & Life ´07“ zeigte Bilder und Skulpturen von afrikanischen Künstlern. Eine derartige kulturelle Veranstaltung soll nun jährlich stattfinden, und zwar mit unterschiedlichen Schwerpunkten.
Auf dem „Fest der Demokratie“ am 15.09.2007 ist der Verband gegen Rassismus auf- und eingetreten.
Der Afrikanische Dachverband Norddeutschland e.V. Bezirksverband Hannover versteht sich als Plattform,
- die den kulturellen Austausch fördert,
- die speziell Kindern in Kita´s und Schulen mit Veranstaltungen Afrika näher bringt, Afrika zum Anfassen also,
- die eine Datenbank über Afrika aufbauen wird, die die Geschichte Afrikas zeigt,
- die Verbindungen mit erfolgreichen afrikanischen Unternehmern, Akademikern und anderen afrikanischen Fachkräften aufbaut und pflegt, damit diese Ansprech- Partner/Helfer des Verbandes sein können,
- die auch Anlaufstelle für afrikanische Studierende sein soll,
- die allgem. Hilfestellung bei Jobsuche, bei Sprachförderung, bei Behördengängen und bei unterschiedlichsten Problemen des Alltags gibt,
- die mitarbeitet an dem Aufbau des afrikanischen Netzwerks für Europa.
- wir planen die Herausgabe eines Newsletters.
Abschließend lässt sich sagen:
Der Verband sieht seine Hauptaufgabe in der Förderung und Integration der afrikanischen Mitbürgerinnen und Mitbürger sowie in der Herstellung einer von Toleranz und Akzeptanz gegenüber allen Mitgliedern geprägten Stadtgesellschaft Hannover.
Wir sind gegen Parallelgesellschaften.
Afrikaner sind kreativ und genauso klug, wie jeder andere Mensch. Afrika besteht nicht nur aus Drogendealern, Krankheiten und Armut. Afrika hat auch eine positive intellektuelle gesunde Seite. Afrika hat Mathematiker, Nobelpreisträger und Wissenschaftler, welche für die NASA arbeiten und dort unentbehrlich sind.
Kofi Annan und Nelson Mandela sind auch hier bekannte und herausragende Persönlichkeiten – um nur 2 Namen zu nennen.
Wir Afrikaner hier, nicht nur in Hannover, beobachten mit großem Interesse die positive politische Entwicklung in vielen Ländern Afrikas.
Afrika hat, wie die Ausstellung „AfrikArt & Life“ leider nur in Bruchstücken zeigen konnte, eine selbstbewusste eigene Auseinandersetzung mit der Kunst.
Natürlich sieht der Verband auch eine wesentliche Aufgabe darin Hilfestellung zu geben bei der Re-Integration von Afrikanern in ihr Ursprungsland. Das hat mit Abschiebung absolut nichts zu tun.Durch die Förderung der Re-Integration können wir Afrikaner unsere hier erworbenen Fertigkeiten in die Entwicklung der Heimatländer einfließen lassen.
Ich möchte gerne Deutsche und mehr Europäer gewinnen, die ihre Erfahrungen in die Entwicklung und Überwachung des Projektes einbringen, Hier spreche ich speziell MitbürgerInnen mit Lebenserfahrung an, die sich noch mal für eine große Aufgabe engagieren wollen .
Dieses Projekt wird bereits in einigen Bundesländern seit Jahren erfolgreich durchgeführt, so z. B. in Bayern und in NRW.
Dieses Projekt wurde von „inwent“ als sehr förderungswürdig eingestuft. (Internationale Weiterbildung und Entwicklung GmbH).
Abschließend und allgemein nochmals kurz gesagt, der ADV-Nord e.V. hat sich zur Aufgabe gemacht das Miteinander-Leben unterschiedlicher afrikanischer Kulturen hier in Niedersachsen mit der eigenen europäisch geprägten Kultur zu fördern und zu fordern.
Seien Sie herzlichst eingeladen, mitzuwirken und mitzugestalten.
Danke für Ihr Interesse.