Die Loge „Baldur“ in Hannover wurde am 10. Nov. 1906 als Tochterloge der Großen Loge von Hamburg gegründet. Sie ist aus der irregulären Loge „Archimedes zu den drei Zirkeln“ hervorgegangen, und die Chronik zeigt, dass es seinerzeit zwischen Hamburg und Hannover viele Kontakte und Gespräche gegeben hat, ehe bei „Baldur“ das Licht eingebracht werden konnte.
Die Loge nahm einen guten Verlauf und zählte zum 25. Stiftungefest 1931 bereits 74 Mitglieder. Die letzte Arbeit vor der erzwungenen Pause durch die Nationalsozialisten fand unter der Leitung des M.v.St. Br. Hermann Grohnert am 26. April 1933 statt.
39 Brüder überlebten die dunkle Zeit, und dank der Initiative von Br. Andreas Haselbacher konnte schon bald nach dem Krieg die reguläre Logenarbeit fortgesetzt werden. Die Loge schloß sich den Vereinigten Großlogen von Deutschland an und nahm mit zwei Brüdern an deren Gründungsversammlung am 19. Juni 1949 in der Paulskirche in Frankfurt/M. teil.
Die Loge arbeitete traditionell nach dem Ritual von Friedrich Ludwig Schröder, das die Loge „Absalom zu den Drei Nesseln“ in Hamburg redigiert und herausgegeben hatte. Im Jahre 1982 entschloss sich die Bruderschaft, zukünftig in allen drei Graden nach dem Ritual der Großloge A.F.u.A.M.v.D. zu arbeiten. Um die Tradition zu wahren, wird jedoch noch heute jeweils in der 1. Jahreshälfte eine Tempelarbeit im 1.Grad nach dem Ritual von F. L. Schröder durchgeführt.