Was kann ich wissen?

Vortrag von Dr. Wulf Krause auf dem Gästeabend am 31.05.2011

 

Was wir wissen können, in Differenz zu dem, was wir nicht wissen können, gehört zu den elementaren philosophischen Fragen der Neuzeit, ist gewissermaßen ihre philosophische Leitdifferenz.

 

Ihre Beantwortung steht bis heute im Horizont des Versuches, der von dem Mathematiker Renée Descartes eröffnet wurde und eine philosophische Antwort auf die zeitgenössische dynamische Mechanik Galileis und ihrer gesetzmäßigen Welt ist. Er schlägt einen Dualismus zwischen einer physikalisch-mathematisch determinierten Welt und der Welt eines irgendwie freien Geistes vor.

 

Bis heute folgt ihm die Philosophie, oder sie führt kluge Attacken dagegen. Eine der schärfsten philosophischen Attacken führte in den eben vergangenen Jahren die wissenschaftliche neurologische Forschung, die den Anspruch erhebt, und als Wissenschaft auch erheben muss, genau das, was im Dualismus als freier Geist behauptet wird, physikalisch-mathematisch zu erklären und radikal in Frage zu stellen.

 

In den Überlegungen von Dr. Wulf Krause geht es nicht um die Frage, wer nun gewonnen und Recht hat, Dualisten oder Monisten, Empiristen oder Konstruktivisten, Idealisten oder Materialisten. Vielmehr möchte er fragen, ob mit dem cartesischen Versuch und seiner neuzeitlichen Tradition die Frage, was wir wissen können, überhaupt angemessen  gestellt worden ist. Vielleicht verfügen wir ja seitdem und bis heute noch über kein Denken und keine Sprache, welche der neuzeitlichen Frage philosophisch angemessen wären.

Sollten Sie Interesse haben, an diesem Abend teilzunehmen und sollten Sie bisher noch keine Einladungen von uns erhalten, dann können Sie sich [hier] anmelden.