Großloge der Alten Freien und Angenommenen Maurer von Deutschland (AFuAMvD)

Die Redaktion wünscht Ihnen ein gutes Neues Jahr

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Ein ereignisreiches Jahr liegt hinter uns. Auch 2022 wird unsere Aufmerksamkeit fordern. Corona ist, sosehr wir es uns wünschen, nicht vorbei, und auch andere große Herausforderungen warten auf uns.

An dieser Stelle will ich gar nicht wiederholen, was wir im abgelaufenen Jahr alles erleben mussten. Sie wissen um die Einschränkungen und Sorgen, das muss nicht gebetsmühlenartig wiederholt werden; es hilft uns nicht weiter und im kommenden Jahr werden uns die Themen Corona, Klima und Umweltschutz und die zunehmende Erosion unserer demokratischen, humanistischen und sozialen Werte beschäftigen. Ein kleiner, aber in bedenklicher Weise lautstarker Teil der Gesellschaft wandert aus ins geistige Nirgendwo. Und das ist keine neue Entwicklung. Immer wieder zwar wird die Forderung nach dem "Aufstand der Anständigen" bemüht, aber sie wurde erstmals bereits im Jahre 2000 vom damaligen Bundeskanzler Gerhard Schröder nach einem Brandanschlag auf die Düsseldorfer Synagoge ausgerufen. Das ist über zwanzig Jahre her, ohne dass sich die Situation verbessert hätte. Im Gegenteil.

Für die Redaktion dieser Website war das abgelaufene Jahr auch schwierig, weil die Logen zu Beginn des Jahres ihre Zusammenkünfte und vor allen Dingen ihre Veranstaltungen komplett eingestellt haben, dann erst einmal interne Zusammenkünfte mit aufgeschobenen Arbeiten ausgefüllt haben und sich nun wieder mehrheitlich in einer Art freiwilligem Vernunft-Lockdown befinden. Nicht viel Berichtenswertes also in diesem Jahr. Dennoch ist jede Woche ein Newsletter erschienen, die Abonnentenzahlen sind stabil geblieben, offenbar waren die Informationen interessant genug. Das hängt auch damit zusammen, dass das Interesse an der Freimaurerei im letzten Jahr offenbar zugenommen hat. Über die Gründe wird zu spekulieren sein. Die Redaktion wird sich im kommenden Jahr aus diesem Grunde jedenfalls deutlich mehr mit grundlegenden Informationen zur Freimaurerei beschäftigen, mit Diskussionen und Anregungen die Vielschichtigkeit der humanitären Freimaurerei aufzeigen und sie wird Logen vorstellen, damit Interessenten wissen, wohin sie sich vor Ort wenden können.

Wir brauchen mehr Menschen, die Freimaurer werden oder den Gedanken von Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit, Toleranz und Humanität nahestehen. So schließt sich der Kreis zum eingangs zitierten "Aufstand der Anständigen", die sich mehr organisieren und vernetzen müssen. Die Logen sind dafür nicht der schlechteste Ort.

Das Jahr 2022 wird spannend, aber es bietet auch viele Möglichkeiten. Wir sollten nicht, wie müssen sie nutzen. Freuen wir uns darauf, mit Standhaftigkeit und Zuversicht, wie es in einem freimaurerischen Ritual heißt. Die Redaktion wünscht Ihnen für das neue Jahr nicht nur viele gute Erkenntnisse und die richtigen Entscheidungen, sondern vor allen Dingen, dass Sie gesund und munter durch diese turbulente Zeit kommen.

Eine Antwort

  1. Zunächst Wünsche ich allen Brüdern und Lesern ein Frohes Neues Jahr! Es wird sicher ganz wunderbar.
    Es liegt wohl an uns allen, wie sehr uns die leidigen Themen Corona, Klima, etc., bzw. vielmehr die Maßnahmen der Regierung hierzu, beschäftigen werden. Die Loge ist hierfür als Ort der Diskussion denkbar schlecht geeignet, wie ich aus leidvoller Erfahrung zu berichten weiß.
    Erinnern wir uns lieber an unsere Grundregeln bezüglich Religion und Politik, sowie daran, dass wir auf uns selbst zu achten haben.
    Demokratische, humanistische und soziale Werte sind elementar und für alle da! Dazu noch eine gehörige Portion Respekt gegenüber dem Bruder, der auch andere Meinungen vertritt und die Loge kann wieder zu einem sicheren Hafen für alle Brüder werden, gleich, was da draußen vorgeht.
    Eigentlich für einen Freimaurer eine Selbstverständlichkeit, oder?!
    Das ist unsere Stärke, das ist unsere Zukunft!
    Suchende schauen sich nicht nach einer weiteren „Meinungsblase“ um, sondern nach einem Anker und schließlich auch Kontemplation im Ritual.
    Es würde mich sehr freuen, wenn es auch für die Redaktion ein Jahr der Selbsterkenntnis wird.
    In diesem Sinne: Sapere aude!

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