Großloge der Alten Freien und Angenommenen Maurer von Deutschland (AFuAMvD)

Oldenburger Freimaurerloge feiert zehnjähriges Bestehen mit Lessing-Aufführung

Hafen in Oldenburg Foto: Sina Ettmer / stock.adobe.com

Vor zehn Jahren gründeten 20 Brüder eine Loge im norddeutschen Oldenburg. Jetzt möchten sie dieses Jubiläum feiern. Es sind noch wenige Plätze frei.

Am 8. September ist es genau 10 Jahre her, als die Oldenburger Freimaurerloge „Zum Aufbruch an der Hunte“ das Licht der Welt erblickte. Nach einigen Jahren der Vorbereitung gründeten 20 Mitglieder anderer Logen aus dem Bremer und Oldenburger Umland die neue Loge zunächst als eingetragenen Verein und am 8. September 2012 im Beisein von mehr als 250 Gästen aus dem In- und Ausland in den Festsälen der Weser-Ems Halle freimaurerisch in Form einer „Lichteinbringung“, wie es im freimaurerischen Sprachgebrauch heißt.

Seitdem existiert neben der bereits 1752 gegründeten (christlichen) Loge des Freimaurerordens „Zum Goldenen Hirschen“ eine zweite humanistisch und religionsoffen ausgerichtete Freimaurerloge in Oldenburg, die dem Großlogenbund der Alten, Freien und Angenommenen Maurer von Deutschland angehört, der mit knapp 10.000 Mitgliedern größten Großloge in Deutschland.

Nach den ersten Jahren der „Wanderschaft“, die Logenmitglieder trafen sich zunächst regelmäßig in verschiedenen Logenhäusern umliegender Städte und Lokalen in Oldenburg, residiert der „Aufbruch“ mittlerweile fest als Mieter im Oldenburger Logenhaus des „Hirschen“ im Scheideweg 124. Beide Logen pflegen ein freundschaftlich, brüderliches Miteinander durch gegenseitige Besuche und Absprachen.

Nach einigen Jahren, auch coronabedingter, Stagnation, dem Rückzug der meisten Gründungsmitglieder in ihre Mutterlogen, aber auch regelmäßigen Neuaufnahmen und großem Interesse interessierter Herren bei den monatlichen Gästeabenden, steht die Freimaurerloge mit zur Zeit 32 Mitgliedern auf eigenen Füßen. Wie der Meister vom Stuhl Eckhard Kühl betont, ist der komplette Vorstand und die Besetzung der Ritualbeamten, wie weitere Funktionsträger bei den Freimaurern heißen, aus Eigengewächsen, also hier in Oldenburg aufgenommenen Mitgliedern, zusammengesetzt. „Es macht viel Spaß, mit und in dieser Gruppe sich selber weiterzuentwickeln“, so Kühl. „Wir stehen in der liberalen Tradition des Humanismus und bekennen uns zu Würde, Freiheit und Selbstbestimmung des Menschen. Glaubens-, Gewissens- und Denkfreiheit sind den Freimaurern höchstes Gut. Wir sehen uns als soziale Heimat und Vermittlerin von Lebenssinn und moralischer Orientierung. Das Wesen des Freimaurerbundes besteht in der Einheit von leitender Idee, tragender brüderlicher Gemeinschaft und vertiefendem symbolischem Erlebnis. Menschlichkeit, Brüderlichkeit, Toleranz, Friedensliebe und soziale Gerechtigkeit gehören zu seinen Grundwerten“, beschreibt der Meister vom Stuhl die Zielsetzung und Ausrichtung der Freimaurerloge, den Großmeister der Großloge, Stefan Kunnert, zitierend.

Szenenfoto mit Thomas Bierling und Gabrielle Heidelberger

Zum Lebenssinn gehört aber auch eine richtige gesellige Feier. Am Donnerstag, dem 8. September 2022 lädt die Loge daher ab 19.00 Uhr zu einem öffentlichen Geburtstagsabend unter dem Motto „Locker & Lessing“ ein.

Interessierte Herren, Damen, Partnerinnen und Partner, Freunde, Neugierige, Brüder und Schwestern sowie befreundete Organisationen und Logen sind herzlich eingeladen, den 10. Geburtstag locker bei Lessing, wohl neben Goethe und Mozart der bekannteste „historische Freimaurer“, Getränken und einer kleinen Stärkung zu feiern. Hauptprogrammpunkt bildet die gleichnamige Darbietung der Künstler Gabrielle Heidelberger und Thomas Bierling, die sagen: „Ach, hör mir doch auf mit Lessing… Ja, natürlich: Nathan der Weise, Minna von Barnhelm, Emilia Galotti, das kennen wir doch alles. Aber wenn Sie meinen, Sie hätten von und über Lessing schon alles gehört, dann liegen Sie vermutlich falsch.“

Gabrielle Heidelberger schlüpft in diesem Programm selbst in die Rolle von Lessing, der in unsere Zeit zurückgekehrt ist. Die von Thomas Bierling neu vertonten Lieder kommen nun im jazzig- chansonesken Gewand daher. Ergänzt durch Rezitationen zahlreicher weiterer Gedichte und Texte wird daraus eine abgerundete Reflexion darüber, was sich 250 Jahre nach Lessing denn inzwischen verändert hat oder vielmehr – was nicht.

Die Veranstaltung findet am 8. September 2022 im Festsaal des Logenhaus Oldenburg, Scheideweg 124 statt. Es wird aufgrund der begrenzten Platzzahl unbedingt um vorherige Anmeldung unter sekretaer@loge-oldenburg.de gebeten, es sind nur noch wenige Plätze frei.

Eine Antwort

  1. Mir scheint, dass der Wert von Gabrielle Heidelberger in Deutschland nicht vollständig bekannt ist. Sie ist eine lebende Legende und ihre Stimme ist die Kunst der Ewigkeit, die keine Grenzen kennt.

Kommentare sind geschlossen.