Großloge der Alten Freien und Angenommenen Maurer von Deutschland (AFuAMvD)

Spirit von Hamburg

Ein neues Buch beschreibt den "Spirit von Hamburg" und begibt sich auf freimaurerische Spurensuche in der Hansestadt.

Hamburger, das merkt man als Reisender in der Hafenstadt bald, lieben ihre Stadt. Warum sollte es den hiesigen Freimaurern anders gehen? So wundert es nicht, das in der Vergangenheit bereits mehrere Stadtführer entstanden sind, an denen Freimaurer maßgeblich beteiligt waren. Mehrere davon haben wir auf dieser Website schon in der Vergangenheit vorgestellt, beispielsweise "Hamburg, Aquarelle und Skizzen" von Carlos Montúfar oder "Streifzüge durch Hamburg" von Christian Polscher. Letzer ist auch an diesem Buch beteiligt, von dem hier die Rede sein soll und das er gemeinsam mit Wolfgang Henkel geschrieben hat.

Das Buch ist zunächst einmal eine Liebeserklärung an die Hansestadt, am und im Wasser gebaut. Der Hafen, das Tor zur Welt und die Handelswege ins In- und Ausland gaben diesem Ort, wie anderen Hansestädten auch, diese Weltoffenheit. Kein Wunder, dass auch die Freimaurer sich hier immer wohlfühlten. Nicht umsonst findet sich mit der Loge "Absalom" die älteste deutsche Loge, bereits 1735 begründet, als die "moderne Freimaurerei" im Mutterland England gerade erst wenige Jahre alt war. Und schon wenige Jahre später war Hamburg, auch die Hamburger Freimaurerei, oft genug ein Fluchtpunkt für Freigeister, die in anderen Ländern nicht wirken durften und mit ihrem Geist den "Spirit" der Stadt bereicherten.

Auch heute noch prägt die Freimaurerei das Bild der Stadt, und die Autoren werfen einen liebevollen Blick darauf. Sie finden Spuren natürlich nicht nur ein den Logenhäusern, sondern quer durch die ganze Stadt zeigen sie direkte und indirekte Spuren. "Mit dieser Spurensuche treffen sie auf Patrioten, Baumeister und auf Freimaurer: Von Wimmel, Claudius, Lessing, Welcker, Brehm, Willy Mo bis Ossietzky und Heine", verspricht der Klappentext.

Die Autoren führen den Leser quer durch die Stadt auf einem Weg, den man durchaus nachwandern und erleben kann. Aus gutem Grund wurde im Umschlaginnenteil eine Stadtkarte mit den Stationen mitgegeben. Für Hamburg-Kenner seien die Stationen genannt: Rathaus, Börse und Handelskammer, Alter Wall, Rathausmarkt, Alsterarkarden, Jungfernstieg, Gänsemarkt, Drehbahn, Logenhaus Welckerstraße, Staatsoper, Stephansplatz, Museum für Hamburgische Geschichte, Dag-Hammarsköld-Platz, Dammtor-Bahnhof, Büsch-Denkmal, Universität, Platz der jüdischen Deportierten, Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg, Logenhaus Moorweidenstraße. Nicht überall tauchen Freimaurer auf, schließlich ist das Buch auch ein Stadtführer. Aber doch, beinahe überall wird auf Spuren hingewiesen, manchmal nur am Rande und dann wieder, wenn es von Bedeutung ist, wird deutlicher auf das Wirken und den Einfluss der Bruderschaft hingewiesen. Auch  das nur eingestreut auf die Werte und Besonderheiten der Freimaurerei hingewiesen wird, ist angenehm. So vermeiden die Autoren den Eindruck einer Werbeschrift.

Das Buch ist unterhaltsam und lehrreich zu gleich, es macht Lust darauf, die Stadt und die Orte zu entdecken, auch ganz unabhängig vom freimaurerischen Einfluss und Geist, der den "Spirit" der Stadt ein Stück weit mitgeprägt hat und von dem aber auch der Freimaurerbund immer wieder inspiriert wurde und wird. Nicht nur für Freimaurer, die die Stadt aus nah und fern besuchen, hält das Buch schon Anregungen bereit. Da ist es hilfreich, dass der Verlag es gut und übersichtlich gestaltet und mit vielen hübschen Abbildungen garniert hat.

Spirit von Hamburg, Mythos und Geheimnisse; freimaurerische Spurensuche vom Rathaus zur Universität. Wolfgang Henkel, Christian Polscher . 208 Seiten, 20,7 x 16,3 cm, Broschur, 25 €, ISBN 978-3-939629-68-9

Wir verlosen ein Exemplar des Buches

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