Großloge der Alten Freien und Angenommenen Maurer von Deutschland (AFuAMvD)

Online-Treffen zum Thema “Prince-Hall-Logen”

Im Rahmen der Pandemie hat die Frankfurter Loge "Lessing" das Format „Lessing and Friends international“ entwickelt. Ein Mal im Quartal erzählen Brüder aus allen Teilen der Welt von „Ihrer“ Freimaurei“.

Bisher hatte die Loge Gäste aus Californien, Israel, Brasilien, Schottland und England zu Gast. Am vergangenen Mittwoch begrüßte die Loge Kevin Wardally. Er ist "Grand Treasurer" der "Most Worshipfull Prince Hall Grand Loge von New York" und ein eloquenter Vertreter der Prince Hall Maurerei, über die in Deutschland wenig bekannt ist. Im Vortrag wurde deutlich, welch tragende Rolle die Prince Hall Maurerei in den Communities spielen.  Kevin Wardally ging auch auf die Verknüpfung mit der Bürgerrechtsbewegung in der USA ein, von deren Führungspersönlichkeiten ein beträchtlicher Teil aus der Prince Hall Maurerei stammt. Wardally zeichnete ein lebendiges Bild einer vitalen Bruderschaft, die sich bester Beziehungen zu den Main Stream Counterparts erfreut. Bei der Gelegenheit räumte er mit der Legende auf, nur People of Color dürften in die Prince Hall Maurerei aufgenommen werden. In seiner eigenen Loge beispielsweise gäbe es zwei orthodoxe  Juden, diverse Asiaten und Kaukasier. Angesprochen auf die noch fehlende Anerkennung in manchen Südstaaten der USA zeigte er sich zuversichtlich, dass diese Lücke in den nächsten fünf Jahren geschlossen sein wird. Bereits heute arbeiten Brüder der Mainstream Freimaurerei und der Prince Hall Großlogen auch in den Südstaaten bei vielen Projekten zusammen.

"Während  die Freimaurer der Prince Hall Familie fast überall in den USA anerkannt sind, ist bei der Anerkennungspraxis der VGL deutlich Luft nach oben. Während etwa die UGLE dreiunddreißig Prince Hall Großlogen anerkennt, sind es in Deutschland gerade einmal vier. Auf diesem Stand sollten wir nicht verharren", ergänzte Rolf Keil als Initiator der Abende.