Großloge der Alten Freien und Angenommenen Maurer von Deutschland (AFuAMvD)

Umfassender Überblick im Schweizer Handbuch der Freimaurer

Umfassender Überblick über die Welt der Freimaurer

Schweizer Handbuch des Freimaurers

Hrsg.: Forschungsgruppe Alpina

Forschungsgruppe Alpina, Lausanne, 2019
ISBN 978-2-9701170-2-5
372 Seiten, Klappenbroschur
26,- EUR
(Bestellmöglichkeit für Deutschland über Hans-Werner Bussmann: hwbussmann@gmx.de)

 

Im Jubiläumsjahr 2017 hat die Schweizer Forschungsgruppe Alpina das wertvolle Handbuch in 3. Auflage in französischer Sprache in 2 Bänden veröffentlicht. Dessen hier vorgestellter erster Band erschien 2019 in deutscher Sprache. Der 2. deutschsprachige Band soll 2021 herauskommen und eine Darstellung der Freimaurerei in der Welt, von „freimaurerähnlichen Bewegungen“ sowie der Gegnerschaft, vor allem der katholischen Kirche, umfassen. Die Neuauflage besticht durch die deutlich verbesserte Ausstattung mit (zumeist farbigen) Fotografien und grafischen Darstellungen, ein ausführliches Literaturverzeichnis und ein umfangreiches Namens- und Sachregister. Bedauerlicherweise entfällt das nützliche Glossar aus der Vorauflage.
Die Kapitel 8 – 10 des 1. Bandes befassen sich mit der Geschichte der Freimaurerei in der Schweiz, der Entwicklung der Großloge Alpina und (anhand von sehr unterschiedlichen Selbstdarstellungen) der bei der Drucklegung 87 Schweizer Logen. Alle deutschen Leser, die „über den Tellerrand“ hinausschauen wollen, erhalten auch bei nur kursorischer Lektüre einen Eindruck von der vielfältigen Logenlandschaft in unserem Nachbarland, in dem völlige Ritualfreiheit herrscht.

Die ersten 7 Kapitel behandeln die Entwicklung der Freimaurerei seit 1717, der sie beeinflussenden Strömungen, besonders ausführlich die verschiedenen Riten, Systeme und Rituale, das maurerische Geheimnis ebenso wie die Bedeutung der drei Johannes-Grade. Die Autoren haben es verstanden, die angesprochenen Themen in einer m.E. einzigartigen Breite, Tiefe und Verdichtung darzustellen. Sie verschaffen vor allem jüngeren Brüdern einen umfassenden Überblick. Das erlaubt ihnen, in einem frühen Stadium ihrer Bundeszugehörigkeit vielen Gesprächen mit größerem Verständnis zu folgen und Anregungen für die eigenständige vertiefende Lektüre zu erhalten. Offenbar machen Schweizer Logen davon regen Gebrauch, denn auf der Rückseite ist eine vom Meister vom Stuhl und vom Bürgen zu unterzeichnende Widmung für neu aufgenommene Brüder und Schwestern vorgesehen – eine sympathische Idee. Es versteht sich von selbst, dass die Einzeldarstellungen die Vielfältigkeit der Sichtweisen zu maurerischen Themen widerspiegeln, ohne aber den vom „freimaurerischen Mainstream“ gesetzten Rahmen zu verlassen. Hans-Werner Bussmann

Dieser Beitrag stammt aus dem Heft 5-2020 der HUMANITÄT, dem deutschen Freimaurer-Magazin. Das Heft kann bei der Kanzlei abonniert werden.